12. Januar 2022

Klang-Museum Dürnten

Mittwoch, 12. Januar 2021. Leitung und Bericht: Elisabeth Gaechter. Fotos: Vera Stüssi. 12 Teilnehmer*innen.

Zum Glück lachte die Sonne vom blauen Himmel als ein Dutzend Senioren Naturfreunde am Bahnhof Bubikon geduldig auf die Weiterreise per Bus wartete. Mit einem feinen Sandwich aus der nahen Bäckerei konnte dabei sogar das entgangene Mittagessen kompensiert werden.


Nach kurzer Fahrt war dann das Tagesziel Dürnten erreicht, wo ein Spaziergang zum Klangmaschinen-Museum führte.


Pünktlich gesellte sich dort der engagierte Führer zur Gruppe und schilderte als Einführung wie aus der ehemaligen Seidenzwirnerei Ende des 19. Jahrhunderts eine Seidenweberei und nach deren Verlagerung ins Ausland im 21. Jahrhundert das jetzige Museum entstand.


Dann ging es auf durch die im Jugend- und Art déco-Stil eingerichteten Räume, wo nichts mehr an den ursprünglichen Verwendungszweck erinnerte und man nicht wusste, wohin man den Blick zuerst wenden sollte. Was es da alles zu erfahren, zu bestaunen und zu hören gab!


Begonnen hat die mechanisch erzeugte Musik im 18. Jahrhundert mit kleinen Zylindermusikdosen. Da sangen Vögel in einem Käfig, da tanzten winzige Figürchen zu einfachen Melodien. Mit der Zeit wurden die Objekte grösser und komplizierter. In höchst vornehm gestalteten und ausgeschmückten Automaten drehten sich über Walzen breite Tonbänder.

Unglaublich, wie die dort eingestanzten Löchlein oder die darauf angebrachten winzigen Stahlstifte komplexe Melodien produzieren können. Das teure Vergnügen solcher Orchestrien konnte sich allerdings nur die High Society leisten. Auch die vielfältigen Puppenautomaten in Mensch- und Tierform erfreuten wohl nur eine wohlbetuchte Kundschaft. Im Laufe der Jahre änderte die mechanische Musik ihre Form, d.h. sie wurde nun mittels riesiger flacher Metallplatten übertragen.

Und auch diese wandelten sich mit der Zeit zu den kleineren, der älteren Generation wohlbekannten Schelllackplatten. Aus der Stummfilmzeit gab es Kinoorgeln mit alten Schlagern zu hören und wer von den Senioren erinnerte sich nicht an die Wurlitzer aus der Jugendzeit?

Im sogenannten Herrenzimmer wurden auf einem Stainway Flügel vollautomatisch klassische Stücke in Perfektion abgespielt. Noch Vieles gab es zu sehen und zu hören, von riesigen Jahrmarktorgeln über Flötenschränke, Phonographen, das erste Diktiergerät, bis hin zum Rösslikarussell, auf dem zum Schluss gar eine Runde gedreht werden durfte.


Im sogenannten Herrenzimmer wurden auf einem Stainway Flügel vollautomatisch klassische Stücke in Perfektion abgespielt. Noch Vieles gab es zu sehen und zu hören, von riesigen Jahrmarktorgeln über Flötenschränke, Phonographen, das erste Diktiergerät, bis hin zum Rösslikarussell, auf dem zum Schluss gar eine Runde gedreht werden durfte.

Nach der spannenden Führung ging es zum wohlverdienten Kaffee samt Nussgipfel, bevor man sich schliesslich Richtung Busstation aufmachte. Kurz nach 18.00 langten die Senioren zufrieden und voll neuer Eindrücke wieder am Schaffhauser Bahnhof an.


Ganz herzlichen Dank an Elisabeth Gaechter für den schönen Ausflug ins Zürcher Oberland. Danke natürlich auch für den interessanten Bericht.

Danke auch an Vera Stüssi für die schönen Bilder und die Videos!

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