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Sonntag 10.06.2018: Besuch Greifvogelstation Berg am Irchel

Bei warmen und sonnigen Wetter fuhren 16 Teilnehmer/-innen mit Michael Schnetzer via Rafz nach Berg am Irchel. Zwei weitere kamen zum Mittagessen und zur Nachmittagswanderung. Ein Gast meldete sich nur für die Führung an. Die Greifvogelstation wurde 1956 von Veronika von Stockar gegründet. Die Tochter des vermögenden Spinnereifabrikanten Hans Eduard Bühler baute über Jahre die Station weiter aus, gab sie dann an ihre Tochter Regina Frey weiter, welche die Stiftung PanEco gegründet hatte. Auch das Naturzentrum Thurauen gehört zu dieser Stifung. Seit 2010 führt der Biologe und Ornithologe Andreas Lischke die Greifvogelstation. Fotos: Durtschi Res und Schnetzer Michael


 
Ankunft in Berg am Irchel...
...und Begrüssung durch Andi Lischke, dem Leiter der Greifvogelstation.
Facts and Figures zu den Patientenzahlen, Artenverteilung, den Pflegeerfolgen und Art der Verletzungen der eingelieferten Tieren. 50 % allein sind Schädeltraumata und Prellungen sowie Knochenbrüche, 30 % aus dem Nest gefallene Jungvögel, 15 % schwach und abgemagert durch Nahrungsmangel und 5 % diverse Diagnosen (Vergiftungen, Parasiten, Verbrennungen etc.)
Wir lauschten auch den interessanten Erläuterungen über die Organisation und den Aufbau der Station. Die Stiftung PanEco und die Greifvogelstation arbeiten auch eng mit dem Zürcher Tierspital zusammen, das als Akutspital die schweren Verletzungen behandelt und die Greifer dann zur Rehabilitation in die Greifvogelstation abgibt - ohne gegenseitige Verrechnung!
Wir durften uns drei der Patienten genauer anschauen. Hier ein Mäusebussard, der an einem Auge verletzt wurde.
Er bekam ein Medikament in einer Pipette...
...und Augentropfen.
Ein Schwarzmilan, der eine Verletzung am Flügel hat. All diese Vögel werden nach vollständiger Heilung wieder in die Freiheit entlassen.
Ein Jungtier der Waldohreule, das geschwächt und entkräftet eingeliefert wurde. Jetzt ist es bereits wieder sehr, sehr lebhaft!
Auch die Laborküche wurde uns gezeigt. Hier werden die Tiere gepflegt, gewogen und das Fressen für sie vorbereitet. Ausserdem wird akribisch über alle Tiere Buch geführt.
Ein sehr engagierter Andi Lischke informierte uns über die verschiedenen Arten der Greifvögel, deren Habitat, der akuten Bedrohung verschiedener Arten und was wir als Mensch besser machen könnten, um diese schöne Tierart besser zu schützen. Die Greifvogelstation ist auf Spenden angewiesen und freut sich über jeden Betrag.
Nach der sehr eindrücklichen Führung ging es rüber ins Restaurant Traube, wo wir das feine Mittagessen (mit Nachschlag) genossen.
Alle Teilnehmer machten bei der Wanderung nach dem Mittag mit. Hier auf dem Weg runter durch das kühle und schattige Eigental.
Von Flaach ging es via Rüdlingen nach Steinenkreuz - hier war es dann wieder ziemlich heiss!
Im gemütlichen Restaurant Steinenkreuz hatten wir noch genügend Zeit, um den Durst zu stillen. Einen ganz herzlichen Dank an Andi Lischke für die interessante und kompetente Führung und Michael Schnetzer für die gute Organisation.
Heute schrieb mir noch Andi Lischke: Mir war es besonders wichtig, auf den ökologischen Wert der Greifvögel hinzuweisen, ihre mannigfaltige Bedrohung durch menschliches Verhalten aufzuzeigen und ihre Lebensweise und ihre Bedürfnisse an den Lebensraum zu erklären. Ich wollte auch mit den Vorurteilen aufräumen die zu der Bezeichnung Raubvögel geführt haben.

12.06.2018 14:48 Alter: 13 Tage
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Von: Michael Schnetzer